Bollwerk der Demokratie in der politischen Mitte

Bereits einen Tag vor dem Aschermittwoch hatte der CDU-Gemeindeverband Haunetal zu seinem traditionellen „Politischen Karnevalskehraus“ in die Halle der Schreinerei Stuckardt in Wehrda eingeladen. Partei- und Fraktionsvorsitzender Marius Tegl konnte zu Beginn seiner gereimten Eröffnung, in der auch die eine oder andere politische Spitze humorvoll versteckt war, wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher begrüßen. Darunter u.a. die heimische Landtagsabgeordnete Stefanie Klee, den Kreisvorsitzende Andreas Börner und den Kreistagsfraktionsvorsitzenden Herbert Höttl.

 


Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Bürgermeister- und Kommunalwahl am 15. März. Amtsinhaber Timo Lübeck, einziger Bewerber in der Marktgemeinde Haunetal, blickte in seiner Rede auf erfolgreiche Projekte zurück und auf künftige Aufgaben voraus. „Gemeinsam haben wir die desolate finanzielle Situation wieder geordnet. Wir haben Großprojekte wie den Kita- und Krippenanbau oder die Radwegemodernisierung realisiert und auch im Gewerbegebiet hat sich sichtbar etwas getan. Außerdem gibt es endlich wieder eine konstruktive Zusammenarbeit in den Gremien. Insgesamt ist das heute schon eine ganz andere Situation als noch vor sechs Jahren.“ In der nächsten Wahlperiode müsste ein Schwerpunkt bei der Erneuerung der Trink- und Abwasserversorgung gelegt werden, so der Rathauschef.

 

Bestens aufgelegt war auch der Hauptredner des Abends, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. „Ich werbe für eine starke CDU bei der Kommunalwahl. Sie ist als letzte verbliebene Volkspartei in Europa ein Bollwerk der Demokratie in der politischen Mitte. Von der Bundes- über die Landespolitik spannte er den Bogen hin zu den Herausforderungen der Kommunalpolitik vor Ort. „Nicht zu viel versprochen, dafür anpacken und alles halten“, müsse die Botschaft sein, um wieder mehr Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Staat und Politik zu erlangen. Dafür brauche es jedoch zwingend eine verbesserte finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden. Zudem mahnte er eine auskömmliche Krankenhausfinanzierung des Bundes an. Die dortigen Defizite könnten so nicht weiter von den Kommunen gestemmt werden. Schließlich lud Wingenfeld alle Gäste zum im Sommer stattfindenden Hessentag in die Barockstadt ein.

 

Im Anschluss bestand beim Essen des hausgemachten Heringssalates, den ehrenamtliche Helferinnen unter Anleitung der CDU-Ehrenvorsitzenden Hildegard Stuckardt zubereitet hatten, die Gelegenheit mit den CDU-Kandidatinnen und Kandidaten für die Haunetaler Gemeindevertretung ins Gespräch zu kommen.

Timo Lübeck  -  [email protected]

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