Zur inzwischen vierten Tagesfahrt für Seniorinnen und Senioren aus der Marktgemeinde Haunetal hatten kürzlich Bürgermeister Timo Lübeck und die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Christiane Hofmann eingeladen. Mit dem Reisebus ging es diesmal in den Schwalm-Eder-Kreis.
Erste Station war die Gedenkstätte Trutzhain, die seit der Eröffnung im Jahr 2003 zu den zentralen NS-Gedenkstätten in Hessen zählt. Am historischen Ort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG IX A Ziegenhain wird an das Schicksal der Kriegsgefangenen unter dem NS-Regime, an ihre völkerrechtswidrige Behandlung und ihren Einsatz zur Zwangsarbeit erinnert.
Mit viel Diskussionsstoff ging es danach zum Mittagessen in die Boglerstuben auf dem Knüllköpfchen bei Schwarzenborn. Im Anschluss wurde Treysa mit dem Ziel Hephata angesteuert. Seit mehr als 125 Jahren ist das diakonische Unternehmen in evangelischer Tradition für alle Menschen da, die Unterstützung benötigen. Ob Krankheit, Behinderung, schwierige Lebenssituation oder Lebenskrise, in Hephata findet man professionelle, einfühlsame und individuelle Angebote in allen sozialen Fragen. Nach einem geführten Rundgang über das weitläufige Gelände kehrte man schließlich zum gemütlichen Kaffeetrinken in der dortigen Cafeteria „Oase“ ein.
Mit vielen neuen Eindrücken wurde am späten Nachmittag die Rückreise ins Haunetal angetreten. Bürgermeister Timo Lübeck bedankte sich abschließend für die finanzielle Unterstützung der Bildungsfahrt durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“. Alle Teilnehmer waren sich einig: Die Haunetaler Seniorenfahrt muss auch im nächsten Jahr unbedingt erneut stattfinden.